Anmerkungen zur neuen Auswertung

Warum eine neue Auswertung nötig war

Die bisherige Auswertung stützte sich auf weit weniger verfügbare Parameter und ließ sich deshalb nur teilweise in Beziehung zum spezifischen Rufaufkommen setzen. Erst durch die Kombination von erweiterten Maßnahmen-Daten sowie erweiterten Rufgründen ist eine neue belastbare Kennzahl möglich. Sie zeigt, wie häufig bei Rufen mit einem potentiellenRettungsleitstellen-Bezug tatsächlich eine Leitstelle eingebunden werden muss.


Zusammensetzung der Auswertung

Die Auswertung setzt die Einsatzvergaben an die Leitstelle ins Verhältnis zum Aufkommen an Rufen, die einen Rettungsleitstellen-Bezug haben könnten. Sie verknüpft mehrere Datenquellen, wie beispielsweise : die Maßnahmen-Auswertung (R054.A.002) über alle aufgeschalteten Kreisverbände, den Report „Rufe nach Gründen", sowie "Notrufe nach Gründen je KV" aus dem Notrufsystem (PNC/Tunstall). Die bisherige Auswerung über das KPI-Tool zur ermittlung von KPI's entfällt vollständig.

  • Zähler:
    Summe „EV an Leitstelle". Dazu zählen alle Einsatzvergaben, die an Leitstellen weitergegeben wurden.
    „EV Rettungsdienst" ist dabei mit „EV Leitstelle Med. Grund" zusammengeführt worden.

  • Nenner: Summe der eingehenden Rufe, die einen RLS-Bezug haben. Berücksichtigt sind ausgewählte Rufgründe (01, 02, 03, 08, 20, 21, 22, 26, 28). Ausgehende Rufe sowie System- und Hintergrundvorgänge sind ausgenommen.

  • Ergebnis: Der Anteil wird per Formel direkt aus den verschiednen Summen berechnet



Warum die KI-gestützte Auswertung ein besseres Ergebnis liefert

Die Zahlen selbst sind zwischenzeiltlich aufschlußreicher als bei der bisherigen manuellen Auswertung, der Weg dorthin ist verlässlicher und schneller.

  • Einheitliche Regeln: Auswahl der Rufgründe, Zusammenführung der Einsatzvergaben und Berechnung folgen jeden Monat exakt denselben festgelegten Kriterien. Abweichungen durch Abschreib- oder Auswahlfehler entfallen.

  • Nachvollziehbarkeit: Der Anteil wird über Formeln zwischen den Blättern berechnet. Jeder Wert lässt sich bis zur Quelle zurückverfolgen und prüfen.

  • Automatische Kontrolle: Nach jeder Erstellung wird die Datei neu berechnet und auf Formelfehler geprüft.

  • Zeitersparnis: Zwei Quellen (Excel-Export und PDF-Bericht) werden in einem Schritt zusammengeführt. Für Folgemonate genügen die neuen Dateien und die gespeicherte Vorlage. Das manuelle Übertragen der PDF-Werte entfällt.

  • Anpassbarkeit: Änderungen an der Auswahl der Rufgründe oder an der Struktur lassen sich schnell umsetzen und wirken sich automatisch auf die Kennzahl aus.

Mehrwert: 

Die Kennzahl steht schneller, einheitlich und prüfbar zur Verfügung. Die Fachkraft kann sich auf Bewertung und Interpretation der Ergebnisse konzentrieren statt auf die Datenaufbereitung. Die inhaltliche Prüfung, etwa der Stichprobenabgleich mit den Quelldaten, bleibt weiterhin bei den Verantwortlichen.


Entwicklung und Umsetzung der KI-Prozesse:

Andreas Stolz
Fachbereichsleitung Service- und Notrufzentrale | Notruf- und Einsatzdienste
DRK Kreisverband Mainz-Bingen e.V im September 2026